Dürfen Ministranten überhaupt an den Altar?

Auszug aus dem Brief von Generalvikar, Amtschefin an die pastoral Mitarbeitenden vom 23.09.2020

Anfragen zum Ministrantendienst

"Da uns verschiedene Anfragen zum Ministrantendienst erreicht haben, möchten wir darauf hinweisen, dass der Dienst von Ministrantinnen und Ministranten in den Gottesdiensten nicht verboten oder von vornherein auf eine bestimmte Zahl beschränkt ist. Die je individuelle zahlenmäßige Beschränkung ergibt sich aus den räumlichen Gegebenheiten, d.h. wie viele Personen unter Wahrung der Abstandsregel im Altarraum Platz finden.

Die Ministrantinnen und Ministranten können auch viele ihrer üblichen Aufgaben übernehmen, wie z.B. Leuchter oder Weihrauch, natürlich unter Einhaltung der Abstandsregel und der Maskenpflicht. Auch der sog. Altardienst bei der Gabenbereitung (nach vorheriger Händedesinfektion) kann von den Ministranten vollzogen werden. Hier wird es sich aufgrund der Abstandsregelung anbieten, dass die Ministranten die Gefäße nicht direkt übergeben, sondern auf den Altar stellen.

Wenn Eltern noch zurückhaltend sein sollten und Bedenken haben, dass ihre Kinder den Ministrantendienst ausüben, ist das zu respektieren. Ansonsten sollten die Ministrantinnen und Ministranten aber ermutigt werden, wieder vermehrt bei den Gottesdiensten dabei zu sein, natürlich immer nach vor Ort gegebenen Möglichkeiten (Abstandsregel)."

 

Jugendarbeit in pfarrlichen Räumen

"Da im öffentlichen Raum Treffen von Gruppen bis zu 10 Personen gestattet sind und auch die Schulen wieder den Präsenzunterricht gestartet haben, können Treffen von Jugend- oder Ministrantengruppen mit derselben Begrenzung stattfinden. Für alle Veranstaltungen der Pfarrei und Treffen sind die jeweils geltenden Schutz- und Hy-gienekonzepte einzuhalten und vor Ort in eigener Verantwortung zu entscheiden, welche konkreten Veranstaltungen oder Treffen diese gewährleisten und daher stattfinden können.

Bei der Überlassung von Räumen an Dritte muss vor Ort sorgfältig ausgewählt und abgewogen werden, ob und in welchem Umfang die Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften gewährleistet werden kann. Eine Überlassung an andere kirchliche Einrichtungen - z.B. der Jugendarbeit oder Erwachsenenbildung – sollte, soweit dies möglich ist, erfolgen, wenn die räumlichen Gegebenheiten dies zulassen und die Schutz- und Hygienevorschriften eingehalten werden. Diese Einrichtungen nehmen teil am kirchlichen Auftrag und sind für Präsenzveranstaltungen auch darauf angewiesen, entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu haben. Die Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen sollte bei deren Veranstaltungen selbstverständlich sein. [...]"

 

(Hervorhebungen in den Auszügen durch die Redaktion)

Aktuelles